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Der erste gemeinsame Tag

Norik im Juni 2009

Oktober 2010

Norik 17.01.2011

Norik dreifarbig seit Mitte 2011


Da mir lange Spaziergänge im Wald und am Wasser sehr wichtig sind, ich schon immer gerne einen Hund haben wollte der mich begleitet und immer in meiner Nähe ist, ist für mich der Flat (oder nun eben zwei Flats) einfach der ideale Hund.
Am Flat gefällt mir sein Charakter, seine Verspieltheit, seine Eigenständigkeit (manchmal kann ein Flat ganz schön stur sein...) die Intelligenz und sein überaus grosser Liebreiz und die Eleganz seiner Bewegungen. Genauso ist mir aber auch sein schönes Aussehen und seine Behaarung nicht unwichtig.

Nun galt es nachdem Momo erwachsen geworden war, nur noch den zu uns passenden Welpen zu finden – ein Kinderspiel wie ich damals dachte.
Dies vorallem da ich immer wieder höre und lese, wie wichtig es ist den Welpen nur aus anerkannter Zucht zu kaufen um damit alle Trümpfe im Äermel, sprich einen gesunden Hund zu haben.

Nach den von mir gesammelten Informationen, Züchterbesuchen und den wohlmeinenden Ratschlägen von besserwissenden Hündelern war ich davon überzeugt alle Vor- und Nachteile abgewogen und diesmal die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Mit Momo, erhielten wir einen Welpen mit einem brachycephalen Syndrom, gemäss Aussage von Momos Züchterin würde sich dies später jedoch auswachsen, da Momo ein völlig normaler Flädi wäre…als Ersthunde-Käufer wusste ich es damals natürlich nicht besser und habe der Züchterin vertraut. Auch das zweite Mal vertraute ich der Züchterin.

Norik ist seit seiner Geburt an Demodikose erkrankt. Eine Immunschwäche die sich über die Mutterhündin und deren Milch in den ersten Tagen des Welpendaseins überträgt, und die leider unberechenbar immer wieder ausbrechen kann. Eine fatale Krankheit mit der man nie weiss woran man ist. Hat der Hund einen Krankheitsschub, sieht er zum Gotterbarmen aus und vermutlich fühlt er sich auch so!

Bei an Demodikose erkrankten Hunden ist weder ein umfassender Zeckenschutz noch eine normale Entwurmungsmöglichkeit gegeben die dem Hund nicht schadet und sein Immunsystem nicht wieder zusammenbrechen lässt.
Aber auch wenn Norik für die Bekämpfung einer Krankheit Antibiotika benötigen sollte, bekommen wir Probleme, weil auch hier sein Immunsystem streikt, genauso wie bei der Abgabe von vielen anderen Medikamenten…es ist ein Fass ohne Boden…und  immer wieder bauen wir  das Immunsystem von Grund auf wieder auf. Und immer wieder sanieren wir den Darm…und schauen selbstverständlich dass unser Hund damit nicht zuviel Stress bekommt, weil das nicht gut ist für den Verlauf seiner Krankheit.
Und leider auch immer der ängstliche Blick auf Norik, ob er nicht schon wieder kahle Stellen hat, eitrige Pusteln, oder einen Brille weil ihm die Haare ausgehen…und immer wieder die Angst, um das was wir von Herzen lieben und nie mehr hergeben möchten!

Eine Woche nach seiner Geburt wurde festgestellt, dass Norik über eine mangelhafte Pigmentierung verfügt, was ich durch einen Zufall später schriftlich von einer gut informierten Drittperson  erfahren habe. Die Züchterin hat dies zum damaligen Zeitpunkt eindeutig gewusst aber es nicht für nötig befunden, mich darüber vor dem Kauf zu  informieren.
Diese fehlende Pigmentierung macht sich darin bemerkbar, dass Noriks Fell vermehrt flusig, sehr dünn und an verschiedenen Körperstellen dreifarbig (liver-ähnlich, silberweiss und stumpfes schwarz) aufweist, was auch seine Fotos sehr deutlich zeigen. Natürlich wird Norik dennoch von mir liebevoll gepflegt und frisch ernährt und selbstverständlich bekommt  er auch mit dem Groomer seine „Schmusebehandlungen“ die er sehr liebt. Ich gebe mir alle erdenkliche Mühe Norik zu einem normalen, hübschen Flädifell zu verhelfen, was bis jetzt aber wenig Erfolg zeigt.
 
Inzwischen leben wir seit gut dreieinhalb Jahren mit Norik zusammen und er steckt trotz seiner gesundheitlichen Probleme voller Überraschungen und bereitet  mir sehr viel Freude.

Norik ist nach wie vor ein sehr temperamentvoller, aber absolut liebevoller und vorallem  sehr verschmuster Rüde mit einem Top-Gehorsam geworden, aber auch der ewige Lausbub und Kobold geblieben - der sich perfekt aus jeder Situation abrufen lässt.
Norik beherrscht die Grundkommandos auch auf Distanz oder aus der Bewegung heraus blitzartig, etwas das uns anfänglich viel Schweiss und etliche Lacher gekostet hat. Inzwischen bin ich auf das was wir erreicht haben, sehr, sehr stolz.
Fairerweise muss ich dazu sagen, dass es unheimlich Spass macht, mit Norik zu arbeiten weil er sehr schnell begreift und super konzentriert ist. Wir geniessen unsere  Alleinspaziergänge die manchmal zu ungeplanten Abenteuern oder intensiven Suchspielen genutzt werden.

Daneben steckt nach wie vor in der Fährtenarbeit  unser ganzes Herzblut und unsere Leidenschaft. 
Ebenso haben wir In der letzten Zeit wieder vermehrt mit der Dummyarbeit begonnen, da Norik seinen Spass an den grünen Leinensäcklein zu meiner Freude wieder entdeckt hat!


Momo trägt mit seiner wundervollen sozialen Art viel dazu bei, dass alles so gut klappt und auch dafür liebe ich meinen grossen Schmusebär über alles. Wo immer nötig bremst er das "kleine" Kraftpaket auf eine sehr eindrückliche Art und Weise - beim vermeintlichen "Kampf um meine Zuneigung" setzt Norik all seinen Charme ein und entlockt mir oft ein heimliches Lachen. Oft muss Momo da offenbar immer etwas zurückstecken, etwas das ihn schmerzt und das ihm anzusehen ist und weswegen er mir manchmal etwas leid tut. ich versuche dies aber so gut ich es vermag auszugleichen und geniesse die tapsigen Zärtlichkeiten von Momo genauso wie die stürmischen Liebesbezeugungen von Norik. Es kann durchaus ein Genuss sein, zwei sehr unterschiedliche Hunde sein eigen nennen zu dürfen.

Eines weiss ich aber ganz bestimmt - keinen der beiden Hunde würde ich je
hergeben wollen da ich sie beide über alles liebe!







Rüdenspiel

Braaav...




Als Erinnerung an unser altes Zuhause


Im Frühjahr 2011 sind wir nach einem vierjährigen Aufenthalt vom Zürcher Weinland in den schönen Hinterthurgau umgezogen und fühlten uns hier  vom ersten Tag an  zu Hause.
 
Sirnach  ist ein grösseres Dorf mit knapp 7000 Einwohnern, der uns all das bietet was wir zum Wohlfühlen und Leben brauchen. Hier sind wir und unsere Tiere umgeben von romantischen Weihern und Flüssen, grünen Wiesen mit vielen Rindern und Kühen (so viele Kühe musste sogar unser  Norik erst  einmal verdauen lernen!) Hier gibt es einige Bilder von Sirnach die mehr als alle Worte vermitteln können, in welch schöner Umgebung unser Zuhause zu finden ist.
http://www.sirnach.ch/xml_1/internet/de/application/d2/d399/f400.cfm
Einige Impressionen von Sirnachs Umgebung

Sirnach

Unsere Hundepension

Pampamässig

Hochwacht

Büfelden, Eschlikon

Nebenan


Unsere Nachbarn

Unsere Aussicht



Meine Hunde werden täglich frisch ernährt, d.h. dass ich die Mahlzeiten frisch zubereite mit Gemüse, Obst, Salaten und frischem Fleisch.


 
   
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